Anna Stolz

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Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter BauerProf. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer
Susann EndersSusann Enders
18.02.2021

FREIE WÄHLER-Fraktion will flächendeckende Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum stärken

Enders: Umfassender Bestand von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten ist unverzichtbar

München. Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum: Die Corona-Pandemie hat die immense Bedeutung eines flächendeckenden Bestands aus niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern besonders stark zutage gefördert. „Kapazitäten wurden unter enormen Kraftanstrengungen innerhalb kürzester Zeit stark ausgeweitet, insbesondere im Hinblick auf Intensivbetten und Beatmungsmöglichkeiten“, betont Susann Enders, gesundheitspolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Auch Kliniken, deren Schließung bereits beschlossen war, seien wieder in die Versorgung miteinbezogen worden. Dies zeige, dass eine umfassende Krankenhausstruktur unverzichtbar sei, um im Notfall den dringend benötigten Aufnahmeumfang ausweiten zu können

Krankenhäuser sollten zudem finanziell in die Lage versetzt werden, wirtschaftlich zu agieren, ohne dass Kommunen später Defizite in erheblicher Höhe übernehmen müssten. „Wir FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag fordern deshalb eine Reform des DRG-Systems mit Einführung einer Sockelfinanzierung zur Sicherung von Fixkosten sowie vermehrte Sicherstellungszuschläge, um versorgungsrelevante Kliniken zu unterstützen“, so Enders. Auch die Überprüfung einer entsprechenden Baufinanzierung sei geplant: „Nach wie vor müssen die Kommunen einen erheblichen Teil der Finanzierung selbst übernehmen, da viele Nebenkosten nicht förderfähig sind. Hier wollen wir Lösungen finden, um Städte und Gemeinden zu entlasten.“

Vor dem Hintergrund einer flächendeckenden Versorgung in ganz Bayern erachtet der Patienten- und Pflegebeauftragte der Staatsregierung sowie pflegepolitische Fraktionssprecher Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter BauerIntersektorale Gesundheitszentren (IGZ) als besonders wichtig. „Aus unserer Sicht sind sie zum Erhalt der kleinen Krankenhäuser eine hervorragende Ergänzung, um auch dort eine umfassende und qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten, wo Krankenhäuser so klein sind, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich ist.“

Niedergelassene Ärzte seien vor dem Hintergrund einer lückenlosen Versorgung ebenso unerlässlich – auch im Hinblick auf Corona-Impfungen. „Gerade wegen der psychischen Folgen von Lockdown, Schulschließungen und Kontaktarmut ist absehbar, dass Haus-, Kinder und Jugendärzte, aber natürlich auch die psychiatrische und die psychotherapeutische Versorgung künftig stärker in Anspruch genommen werden. Aus diesem Grund ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen erforderlich, welche die Deckelungen der ärztlichen Honorierung betrifft“, erklärt Bauer. Ärzten solle so ohne Furcht vor Regressen eine gute Perspektive aufgezeigt werden, sodass gerade auch Berufseinsteiger den Schritt zur Niederlassung wagen können.

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