Anna Stolz

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Tobias GotthardtTobias Gotthardt
Dr. Fabian MehringDr. Fabian Mehring
03.05.2021

Schulöffnungen: Mehring begrüßt Strategiewechsel der CSU auf Linie der FREIE WÄHLER-Fraktion

Dr. Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, und Tobias Gotthardt, bildungspolitischer Fraktionssprecher und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus, zur Meldung „Kreise: Söder kündigt Öffnung von Grundschulen bis Inzidenz 165 an“:

Mehring:
Es ist gut und richtig für die Kinder sowie Familien in Bayern, dass der CSU-Vorstand im Hinblick auf Schulöffnungen einen Strategiewechsel vollzogen hat und auf die Linie von uns FREIEN WÄHLERN im Landtag einschwenkt. Wir haben stets versprochen, die Schulen als Letztes zu schließen und als Erstes wieder zu öffnen. Zwischenzeitlich zeigen wissenschaftliche Studien, dass Präsenzunterricht mit Tests sogar der Eindämmung von Corona zupasskommt. Die Öffnung von Bayerns Schulen nutzt also neben der Bildungsgerechtigkeit und den Zukunftschancen unserer Kinder sogar dem Kampf gegen das Virus. Umso mehr ist es ein richtiger Schritt, nun doch unserem Vorschlag zu folgen und sukzessive zum Präsenzunterricht zurückzukehren.“

Gotthardt:
Die Einsicht des CSU-Vorstandes zur Schulöffnung kommt reichlich spät, geht aber in die richtige Richtung. Unser Koalitionspartner folgt damit der klaren Linie der FREIE WÄHLER-Fraktion: Jeder Tag Distanzunterricht ist einer zu viel. Unser Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen sicher zurück ins Klassenzimmer zu bringen – nicht nur an Grundschulen. Gerade auch die weiterführenden Jahrgänge fünf bis sieben brauchen dringend eine klare Perspektive. Auch inzidenzunabhängige Lösungen sind denkbar. Wir haben in Bayern Kinder, die seit Oktober nicht mehr in der Schule waren! Mit Hygienemaßnahmen, Testkonzepten und Impfung der Lehrkräfte schaffen wir aber mit Nachdruck die ‚Grüne Zone Schule‘ inklusive eines Infektionsrisiko nahe null. Das bestätigen übrigens auch die Zahlen der Positiv-Testungen mit einem bisherigen Ergebnis von weniger als 0,2 Prozent. Das stärkste Argument aber sind unsere Kinder selbst. Gerade Kinderpsychologen warnen und fordern die Rückkehr der Kinder in die Klassenzimmer – beginnend bei den Kleinsten. Wollen wir bleibende Schäden bei der jungen Generation vermeiden, müssen wir handeln. Drittes Argument: Die Sorgen der Eltern. Ich selbst manage als dreifacher Vater gerade oft genug das Homeschooling meiner Kinder. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Der Beruf wird an einem solchen Vormittag zum Nebenjob. Eltern sind nach Monaten der Doppellast daheim einfach ausgebrannt. Viele sagen: Ich kann nicht mehr! Viertes Argument: Die Lehrkräfte selbst. Der Blick auf schwarze Kästen bei der Videokonferenz, das Entrücken lernschwacher Schüler, die Doppelbelastung im Wechselunterricht – all das zehrt, all das muss ein Ende haben. Deshalb: Zurück zur Schule, aber sicher! Wenn Kinder zur Schule gehen, werden sie getestet, können damit vielleicht sogar nachmittags zum Sporttraining, zur Jugendgruppe. Zuhause dagegen bleiben Infektionen oft unerkannte Herde.“

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